Eine Hommage an die Frankfurter Buchmesse

Die Frankfurter Buchmesse ist und bleibt wohl alle Zeit die größte Messe rund um das eine zentrale Thema: Bücher. Und das umfasst dort alles, was das Herz und Geschätsmännchen in uns begehrt, von den allseits begehrten Bestsellern und ihren Autoren bis hin zu Nonbooks-Artikeln, Schreibwaren, Internationalen Verlagsausstellungen, Preisverleihungen auf dem Gelände, unter anderem nicht nur der Deutsche Jugendbuchpreis (diesjährig XYZ), sondern auch zum Beispiel der Friedenspreis des deutschen Buchhandels (Magarete Atwood) sowie die Verleihung des Deutschen Buchpreises (Robert Menasse) und des Deutschen Selfpublisherpreises (XYZSHI). Noch so viele mehr, die ich aufzählen könnte, das weiß der erfahrene Messebesucher, doch für den sind die wohl auch nur das Schmankerl auf der Sahnetorte. Tatsächlich interessant ist die Messe für eine gezielte Gruppe: Buchliebhaber. Und sei das der Kunstvernarrte, der Comicverschlinger, Bestselleraufspürer, Klassikersammler, oder auch nur der Brancheninteressierte, für alle ist hier immer etwas dabei.

Jedes Jahr aufs Neue entschleudigt mich die Messe aufs Neue. Warum? Weil sie mir die Gewissheit gibt, auf eine recht irrationale Weise, zugegeben, dass ich nicht die einzige Wahnsinnige auf diesem kleinen blauen Planeten ist, die für etwas so Banales brennt, wie wir es nunmal tun, wenn wir uns als büchernärrisch bezeichnen. Ein wenig bedrucktes Papier zwischen zwei Pappdeckeln. Mehr kann es eigentlich  nicht sein, doch es ist für mich, wie für so einige andere, eine Art Lebenseinstellung, Wesensart. Vielleicht sogar in einem romantischen Sinne, eben vernarrt in die erzählten Geschichten, vernarrt in die fantastischen Welten, vernarrt in die Fantasie unserer Mitmenschen. Und jedes Jahr aufs Neue gibt mir das ein wunderbar wohliges Gefühl, schon wenn ich die bücherüberladenen Hallen nur betrete.

Und dann ist es zusätzlich noch so, dass ohne einen Riesenauflauf an famosen Persönlichkeiten die Messe ja nun nicht auskommt. Wann sonst habe ich die wunderbare Möglichkeit, an ein und demselben Tag Oliver Rohrbeck zu lauschen und Dan Browns Gedanken nachvollziehen zu lernen – von ihm selbst? Wann sonst sehe ich eine Autorin wie Amélie Nothomb sprechen und erzählen von ihrem Alltagsleben mit dem Schreiben, wann sonst kommt es vor, dass die Leute in Scharen herbeikommen, um endlich ein Gesicht zu den Geschichten zu erhalten und kommen dabei zusammen zu einem einzigen glücklichen, närrischen Haufen Glückseliger?

Das klingt arg romantisch verklärt, aber genau das ist es wohl, was die Frankfurter Buchmesse jedes Jahr aufs Neue in mir auszulösen weiß. Ein Haufen Glückseligkeit. So viele neue Bücher, so viele großartige Büchermenschen, so viel Wissen, so viel Inspiration zu Neuem, so viel Versicherung und gemeinsam gelebte Freude.

Wart ihr dabei? Seid ihr nächstes Jahr dabei?

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

w

Verbinde mit %s